Die Schwangerschaft der Katze beginnt mit dem Deckakt. Der Kater wirbt vorher um die Gunst bei der
Katze. Ist die Katze willig beginnt ein kleines Vorspiel und danach wird der Deckakt vollzogen. Dabei hällt der Kater die
Katze mit einem leichten Biss ins Nackenfell fest. Die Katze legt wärend der Deckung ihren Schwanz zur Seite.
Da die Deckung für die Katze mit Schmerzen verbunden ist, muss sich der Kater nach der Deckung in Sicherheit bringen.
Ansonsten könnte es sein, dass er von ihr einen Tatzenhieb bekommt. Darum sollten Züchter, die ihre Katze zu einem Deckkater
zur Fremddeckung bringen, ihrer Katze die Krallen schneiden.
Die Katze rollt sich nach erfolgreicher Deckung am Boden und wälzt sich zufrieden.
In den meisten Fällen genügt ein Deckakt für eine erfolgreiche Schwangerschaft.
Die Anzahl der Deckungen ist nicht maßgebend für die Anzahl der Welpen. Die Welpenanzahl wird durch die Menge an Eizellen bestimmt, die beim Eisprung freigesetzt werden.
Die Katze vergisst den Schmerz sehr schnell und lässt sich erneut decken. Dies wird ein mechanisch induzierter Eisprung genannt und
wird durch die raue Oberfläche des Penis verursacht. Nach der ersten Deckung wird auch das luteinisierende Hormon (gelbfärbendes Hormon) freigesetz.
Es fördert den Eisprung und die Gelbkörperbildung.
Der Eisprung erfolgt 24 bis 36 Stunden nach dem Deckakt nachdem die Spermien ihren Bestimmungsort, die Eier in den Eileitern erreicht haben.
Also rechnet man erst am nächsten Tag nach der ersten Deckung den
Termin für die Geburt der Welpen aus. Wir gehen von 63 Tagen Tragezeit aus. Je nach Rasse und Situation variiert die Tragezeit und
kann sich um ein paar Tage erhöhen oder manchmal auch verkürzen.
Ungefähr in der Zeit zwischen dem 5. und 7. Tag nach der ersten Deckung
wandern die befruchteten Eier in die Gebärmutterhörner. Wärend dieser Wanderung verwandeln sich die Eier in Blastozysten / Keimbläschen um. Dies ist jenes
Entwicklungsstatium der Embryogenese / Embryonalentwicklung das der Bildung der Morula / Maulbeerkeim folgt.
Circa zwei Wochen nach der Deckung
heftet sich die Blastozyten bzw. Embryonen an die Gebärmutterwand.
Ab der dritten Schwangerschaftswoche färbt sich das Gesäuge der Katze rot und die Haare rund um das Gesäuge werden dünner.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, sehen wir ab der vierten Schwangerschaftswoche einen kleinen Bauch.
Die größe des Bauches ist von Katze zu Katze verschieden. Es können sich auch Unterschiede bei den
einzelnen Rassen bemerkbar machen. Natürlich ist auch die Anzahl der Kitten für die Größe des Bauches ausschlaggebend.
Ungefähr zu dieser Zeit oder ab dem 26. Schwangerschaftstag entwicklen sich wichtige Organe.
Gar nicht so selten bekommen Katzen in dieser Zeit eine Schwangerschaftsübelkeit.
Ungefähr vom 25. bis zum 30. Schwangerschsftstag sind die Welpen walnussgroß,
also 25 bis 30 mm groß und sehen schon wie kleine Kätzchen aus.
Ab dem 35. Schwangerschaftstag beginnt die Calzifizierung, das heißt es bildet sich das Skelett der Welpen.
Das Herzchen ist gut sichtbar beim Ultraschall.
Diese Bilder sind von der siebenten Schwangerschaftswoche. Die Mutterkatze putzt sich sehr viel und schläft auch viel. Jetzt ist der Bauch schon sehr deutlich zu sehen. Wenn die Katze ruhig liegt, können sogar die strampelnden Bewegungen der kleinen Kätzchen durch die Bauchdecke sichtbar sein. Das ist ein ergreifendes Erlebnis. Mütter können dies sicher bestätigen und werden sich an diese Zeit sicherlich erinnern.
Jetzt sind wir bereits am Anfang der achten Schwangerschaftswoche. Wenn die Mutterkatze einen sehr großen Bauch hat sollten wir ihr bei der Körperpflege, speziell im Intimbereich behilflich sein, da sie sich selber nur noch schlecht säubern kann.
Nur noch eine Woche bis zur Geburt der Kätzchen. Das Gesäuge der werdenen Mutter wird immer größer. Ab und zu sollte die Temperatur der Katze gemessen werden. 12 bis 24 Stunden vor der Geburt fällt die Temperatur von 38,5 auf 37,5 Grad Celsisus ab.
Das Röntgen unserer Cassiopeia. Wie es aussieht werden es drei kleine Welpen werden.
[ein kleines Video (1950 KB) von den Bewegungen der Babys durch die Bauchdecke.]
Für die Geburt braucht die Katze einen geeigneten Platz zum gebären. Wir haben uns für eine Wurfkiste entschieden. Handwerklich begabte Menschen können sich diese selbst machen. Das verwendete Material besteht aus mit Kunststoff beschichteten Platten. Diese lassen sich aus Erfahrung am einfachsten hygienisch sauber halten. Wir haben uns für die Maße(cm) 50/50/50 entschieden. Wenn die Wurfkiste zu groß ist, geht zuviel Wärme verloren. Sie sollte rechtzeitig fertig sein, damit sich die Katze daran gewöhnen kann. Wir haben dies zwei Wochen vor dem Termin erledigt. Als Einlage empfiehlt sich ein Schaumstoff. Da bei der Geburt Blut und Fruchtwasser verloren geht, haben wir eine dünne Matratzenauflage mit wasserdichter Beschichtung um den Schaumstoff gelegt. Somit verschmutzt der Schaumstoff nicht. Auf dieser Auflage legen wir Handtücher oder Fleecedecken. Diese lassen sich sehr gut waschen.
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